3 Gründe, warum ich keine Neujahrsvorsätze mache

Veränderungen lieber
im Sommer

3 Gründe, warum ich auf Neujahrsvorsätze verzichte

Warum es von mir keine Tipps gibt, gute Vorsätze im Januar zu schaffen

Mittlerweile ist das neue Jahr schon fast eine Woche alt und es fühlt sich ganz gut an. Besser als die ersten Wochen in den letzten Jahren. Trotz Lockdown. Denn mein Vorsatz ist: keine Vorsätze. Und ich nenne dir 3 Gründe warum.

1.) Auf den Neujahrsvorsätzen liegt zu viel Druck.

2.) Meine erfolgreichsten Momente, in denen ich etwas in meinem Leben geändert habe, lagen im Frühjahr oder Sommer, wenn sich sowieso alles leichter anfühlt.

3.) Ich habe erkannt, dass ich im Januar zu streng zu mir bin, wenn ich die Vorsätze nicht durchhalte.

Etwas, das gut für die Nerven ist, DAS brauche ich im Januar.

Ich mache gern Rituale zum Jahresende und schaue auf das Jahr zurück, auf meine Erlebnisse, was ich gelernt habe, wo ich gescheiter(t) bin und was ich mit diesen Erkenntnissen machen möchte.


Was ich nicht mehr mache ist, mir vorzunehmen ab dem 1. Januar wird alles oder etwas bestimmtes anders. Das stresst mich und zwar deshalb, weil der 1.Januar auch nur ein Tag wie jeder andere in meinem Leben ist. Und es ist Winter und es ist kalt und ungemütlich, außer es schneit und der Schnee knirscht unter den Füßen, aber wie oft ist das in Berlin schon so? Im Gegenteil, man hat eine lange, graue Jahreszeit vor sich, ohne Karneval und mit dicken Jacken. Da möchte ich nicht auf Zucker verzichten oder mir extra viel Sport vornehmen. Nein, ich habe gestern einen Schokomandelkuchen gebacken. Ganz sinnlich habe ich den Kakao in die Kuchenmasse gerührt und mich am Duft erfreut. Die ganze Küche roch herrlich, als der Kuchen gebacken wurde. Ich geniesse ihn Nachmittags mit einer heißen Tasse Tee. Mandeln und das Süße im Kuchen, sowie das rohe Kakaopulver sind gut für die Nerven. Und etwas, das gut für die Nerven ist, DAS brauche ich im Januar. Januar, das ist doch noch mitten im Rückzug im Winterschlaf. Hinein in die Komfortzone und nicht raus, um mir etwas zu beweisen. Ich kann übrigens mit dieser Einstellung die Schlemmerei zu den Feiertagen vorher umso besser geniessen, weil ich nicht davon gestresst bin, dass in ein paar Tagen alles vorbei ist. Der Hauptgrund, warum die meisten Menschen an ihren Vorsätzen scheitern ist übrigens, weil die Latte (die Messlatte, nicht der Latte Macchiato) zu hoch hängt und es keinen konkreten Plan gibt, in welchen Schritten der Erfolg messbar wäre.


Wann immer ich eine neue Routine ausprobiert habe oder eine Zeit lang auf etwas verzichtet habe, wie Zucker, Weißmehl oder andere Dinge, von denen wir alle wissen, dass sie nicht gut sind, war das für mich im Mai/Juni nie ein Problem. Und da kann ich mich dann auch freuen, wenn ich mir ein Ziel gesteckt habe und dieses dann erreiche. Allerdings mit weniger Kraftaufwand und mit mehr Freude und Spaß! Da ist die größte Herausforderung, an der Eisdiele vorbeizukommen, ohne schwach zu werden. Aber in einer Jahreszeit, in der alles lebendig, farbig und kraftvoll ist, macht es mir nichts aus, etwas Neues auszuprobieren. Sei es eine Routine für den Körper, eine Ernährungsumstellung oder eine Meditationstechnik. Das fällt mir dann leicht. Und wenn es leicht ist, dann ist es richtig.


Der dritte Grund, warum ich mir im Januar nichts vorsätzlich vornehme, ist, dass ich festgestellt habe, dass aus dem hohen Druck des Neujahrsvorsatzes in Kombination mit der Jahreszeit, in der mir Veränderung nicht leicht fällt, eine Negativschleife entsteht. Wenn ich das neue Vorhaben nicht geschafft habe, konnte ich unheimlich streng mit mir sein. Und mittlerweile habe ich erkannt, dass das selbstgemachter Stress ist. Da steht ja niemand und möchte dies und das von mir. Nein, das bin ich selbst, die sich da unter Druck setzt und sich unwohl fühlt, wenn das (zu hoch) gesteckte Ziel nicht erreicht wird. Und das spüre ich wiederum körperlich an verspannten Schultern, an Kopfschmerzen und Spannungen im Kiefer. Und die kommen nicht vom Kaffeeentzug, sondern vom selbstausgeübten Druck. Das möchte ich nicht mehr.


Ich hole mir jetzt noch ein Stück Kuchen.

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